Archiv für Januar 2011

San Francisco Klappe die Zweite

Eigentlich hatte ich ja nicht vor über den San Francisco Trip zu bloggen aber irgendwie hab ich jetzt doch Bock drauf. So ne Zusammenfassung hilft einem ja auch immer selbst das ganze irgendwie in einen Rahmen zu pressen. Das muss natürlich nicht immer gut sein aber eigentlich schreibe ich ja ganz gerne, deshalb hier mal ne Zusammenfassung der letzten Tage.

Ich muss ehrlich sagen das die letzten 2 Wochen wirklich einiges zu bieten hatten, ich habe sowohl die klassischen Sehenswürdigkeiten und Bezirke abgeklappert, bin aber auch meiner eigenen Wege gegangen und teilweise tief abgetaucht in die Untiefen der Stadt.

Fangen wir mal mit dem 2. Wochenende in der Stadt an. Freitags gabs ne kleine Abschiedsparty für einen Arbeitskollegen der nach Europa ging, das war eigentlich nicht so spannend, bin auch rechts früh gegangen. Dafür konnte ich dann am Samstag fit aufstehen und die Haight Street abchecken. Klar galt mein Interesse in erster Linie den Plattenläden dort und so hab ich auch recht viel Geld dort gelassen :) Aber man muss sagen das Vinyl wirklich billig hier ist, insofern hat sich das alle mal gelohnt. Nach meinen Einkäufen hatte ich mal Lust auf was richtiges zu essen und bin in einen Italiener in der Nähe gegangen (Organic food only – was auch immer das wirklich heisst), es hat aber wirklich gut geschmeckt. Dazu gabs einen White Wine Flight, heisst 3 verschiedene Weinsorten. Pino Grigio, Chardonnay, Sauvignon Blanc. Nat schlecht. Abends gings auf ne Privat Party. Ne Menge Leute waren da aber mich triebs natürlich weiter und da ich wusste das ich die Dinge in Bezug auf diese Sache wie immer selbst in die Hände nehmen muss zog ich schon bald weiter und landete im ‚Public Works‘ Club. Dort fand ich auch recht schnell ein paar Leute mit denen ich mich gut unterhalten konnte und die mich weiter schickten, in’s ‚End Up‘. Das sei der Club der am längsten auf hätte usw. und sofort. Naja, ich war ja unwissend und so folgte ich dem Rat, zog weiter in besagten Club und fand mich vor einem vollen aber langweiligen Club wieder. Club ist eigentlich falsch, es war eine Standart Disko, kennt man ja. Keine Atmoshphäre, viele Leute, blablabla. So haderte ich dort noch eine Weile mit mir selbst und konnte mich aber schließlich doch selbst zur Überzeugung bringen das dass hier vollkommender Bullshit ist und ich dann so gegen 3-4 Uhr morgens nach Hause ging. Dieser Entschluss half mir wiederum am nächsten Tag wieder früh aufzubrechen und einfach zu Fuss die Gegend rund um die ‚Golden Gate Bridge‘ zu erkunden. Der Fussmarsch tat mir gut. Ehrlich gesgat hatte ich viele Ideen auf diesem Marsch. In Gedanken schrieb ich einen Song den wahrscheinlich nie irgendjemand hören wird, aber dessen Text ich noch im Kopf habe. Auch war es sehr anregend um einfach ein bisschen Beat-Box während des Laufens zu machen. Hier laufen ja eh soviel Chaoten herum das sowas gar nicht auffällt.

So, das war also das Wochenende. Den Montag nutzte ich zur Erholen und Wäsche waschen :P
Aber auch um etwas mehr über die Konzert & Party Situation hier in Erfahrung zu bringen, denn ein zweites Mal wollte ich mich nicht im ‚End Up‘ vorfinden.
So brachte ich in Erfahrung das am Dienstag ‚Snoop Dog‘ etwa 1km von meinem Guest House entfernt spielen würde, okay dachte ich, warum nicht, die Beats sind ja gut, auch wenn ich nicht so auf den Style stehe, der da so mitschwingt.

Naja, also ging ich halt hin am Dienstag Abend. Karten gabs leider nicht mehr online, ich ging jedoch davon aus das die Karte etwa 50$ Kosten würde. Nix wars mit 50$. Als ich ankam wurde mir die Karte für 200$ angeboten was ich natürlich ablehnte. Ich wartete eine Weile und nach etwa einer halben Stunde ging der Preis auch runter auf 150$. Aber auch das war eigentlich jenseits von Gut und Böse und ich wartete weiter ab. Nach einer Stunde schließlich bot man mir die Karte für 100$ an aber ich hatte mich in der Zwischenzeit dafür entschieden das Geld lieber für etwas anderes auszugeben und so ging ich nach Hause.

Hier die ‚Snoop Dog‘ Crowd am Einlass :)
snoop_dog

Ich hatte mich umgehend informiert und wusste das am Mittwoch eine monatliche House Party im ‚222 Hyde‘ Club stattfinden würde und so besuchte ich diesen Club nachdem ich bei einer ‚Open Mic‘– Session, bei der ein Arbeitskollege seine Gitarrensongs zum Besten gab, vorbeigeschaut hatte.

222_hyde

Der ‚222 Hyde‘ Club war wohl der angenehmste Club von allen, es war zwar nicht viel los aber ich fühlte die Realness dessen was gespielt wurde, also vom Standpunkt der Beatz aus gesehen, erste Sahne. Ich traf auch ein nettes Mädel das mir ein paar coole Hinweise geben konnte in Bezug auf gute Parties.
Wie dem auch sei, auch in diesem Club war die Party gegen 2 Uhr vorbei und so wollte ich mich auf den Heimweg machen. Aber irgendwie wollte es das Schicksal anders und ich traf an der Bushaltestelle Lionel.

lionel

Ich weiss gar nicht mehr genau wie alles passierte aber auf jedenfall hing ich mit Lionel die ganze Nacht auf den Strassen von SF ab. Wir hatten wirklich gute Gespräche und landeten irgendwie dann später in einem Park wo ich einfach übermüdet einschlief. Und ich schlief wirklich gut. Ich meine es ist wirklich warm hier wenn die Sonne scheint. So wie bei uns im Frühling, Ende April, in etwa. So schlief ich den Schlaf des Gerechten auf der Wiese im Park und achtete auch nicht wirklich auf die Zeit. Naja, es war dann auch irgendwann zu spät um noch auf der Arbeit zu erscheinen, so schrieb ich noch schnell einen Proforma-Enschuldigungsmail an mein Team, ich wäre heute krank und könne nicht kommen, und schlief einfach weiter. So gegen 15 Uhr traf ich dann wieder im Guest-House ein. Was für eine Nacht, das hatte sich wohl gelohnt.
Am Donnerstag drauf war ich eingermassen im Arsch und entspannte hoch zehn.
Aber Freitags gings wieder los und ich landete wieder zufälligerweise auf einem wirklich coolen Jazz-Konzert. Drums, Contrabass, Piano, Lead-Gitarrist + Vocals und 3 wirklich heisse Background Sängerinnen. Das war echt geil. Kombi aus Jazz, Soul, Gospel und Funk, hab ich genossen.
Am Samstag morgen gings dann auf nach Alcatraz. Ein paar Bilder gibts hier zu sehen.

Ein bischen Spass muss sein – Alcatraz Zellen Toilette

cell_toilette

Abends dann noch kurz im ‚Hyde Out‘ vorbei geschaut, die Stammkneipe von meinem Boss. Aber dann war auch Schicht im Schacht.
Den Sonntag hab ich entspannt mit meiner Arbeitskollegin im Castro Bezirk ausklingen lassen.
Wie gut auf dem Bild zu sehen wird hier die Regenbogenfahne stark hochgehalten.

regenbogen_fahne

Und hier die erste öffentliche Schwulen-Bar mit offen Fenstern in den USA.

twin_peaks

Abgerundet wurde der Abend dann noch mit einem Besuch einer Bar in der wir folgendes vorfanden.

sleep

Summa Summarum, es war ne sehr coole aber auch anstrengemde Woche und ich bereue nichts !
Achso, gearbeitet hab ich übrigens auch.

San Francisco

Hier ein paar erste Eindrücke vom ersten Wochenende in San Francisco.

I get deep

I get deep, I get deep, I get deep, I get deep

and the rhythm flows through my blood like alcohol and I get drunk and I‘m fallin all over the place.